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Die amischen Taufgesinnten
Entwicklung einer amerikanischen Glaubensgemeinschaft schweizerischen Ursprungs nach 1945 |
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Die ersten
amischen Taufgesinnten wanderten zwischen 1719 und 1750 in die Vereinigten
Staaten aus. Ihr Glaube verpflichtet sie zu einer gottgefälligen und
traditionellen Lebensweise. Dazu gehören unter anderem das Tragen von
schlichter Kleidung, Hüten oder Hauben, eine einheitliche Haar- und Barttracht,
ein Leben in ihrer Glaubensgemeinschaft, der Verzicht auf den Gebrauch von
Elektrizität und das Festhalten an der deutschen Sprache. Die andersartige
Lebensweise der Amischen hat insbesondere seit 1945 immer wieder zu Konfrontationen
mit dem amerikanischen
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Staat geführt,
weil ihre religiösen Grundsätze oft den Werten der Konsumkultur
und den Gesetzen und Vorschriften der Vereinigten Staaten widersprechen. In
der Zeit des Kalten Krieges begann das Militär damit, junge amische Männer
zum Wehrersatzdienst zu verpflichten, da sie aus Gewissensgründen nicht
in die Armee eingezogen werden konnten. |
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Gegen ihren Willen aus ihrer Familie und ihrer Gemeinde herausgerissen, verbrachten sie in diesen Wehrersatzprogrammen eine schwierige Zeit. Viele kehrten innerlich zerrissen nach Hause zurück, während andere sich diesem Kulturschock durch Pflichtverweigerung entzogen. Auch im Bildungssektor kam es zu Auseinandersetzungen, weil die Amischen sich einer sekundären Bildung widersetzen, welche den Schülern Selbstbestimmung, Konkurrenzdenken und weltlichen Erfolg als erstrebenswerte Ziele vor Augen führt. Diese Bildungsziele widersprechen den Werten der amischen Gesellschaft, für die das Wohl ihrer Gemeinschaft und die Integration der Einzelnen in diese Gemeinschaft an erster Stelle stehen. Iowa versuchte 1965 sogar, amische Kinder zum Besuch der öffentlichen Schule zu zwingen. 1972 wurde den Amischen aber im berühmten Bundesgerichtsurteil Wisconsin v. Yoder, et al. schliesslich Bildungsfreiheit zugesichert. Heute bedrohen Knappheit und Verteuerung von Agrarland zunehmend die bäuerlich-familiäre Lebensweise der Amischen. Sie begannen daher in andere Berufszweige wie das Baugewerbe oder die Quiltproduktion auszuweichen. Trotz der widrigen Umstände hat sich die amische Bevölkerung zwischen 1974 und 1991 mehr als verdoppelt. Im Mittleren Westen finden sich amische Gemeinden vor allem in den Staaten Ohio und Indiana und zunehmend auch in Wisconsin. |
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| Websites:
Amish: http://www.religioustolerance.org/amish.htm http://www.800padutch.com/amish.shtml Website Northern Indiana Amish country: http://www.amishcountry.org/our.hometowns/ index.php Literatur/Literature: Nolt, Steven M. Peoplehood in a Changing World: Amish Life Since 1945. A History of the Amish. (Intercourse, Pennsylvania 1992), 245-285. Filme/Films: Multicultural Peoples: The Amish. Multi-cultural Peoples of North America Video Series. Baker & Taylor Video 1993. Amish boy in classroom, © Action Video, Inc. Kutsche der Amish in Shipshewana © Bklewitz |
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