The Burgenländer
Nach dem Fall des Habsburgerreiches und dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1918, verlor Österreich einen Teil des Alpenlandes im Südwesten an Italien und erhielt im Jahre 1921 einen Landstrich von Ungarn im Osten des Landes, der als das Burgenland bekannt wurde. Die ethnischen Unterschiede im Burgenland beinhalten auch unterschiedliche
Sprachen, wie z.B. Deutsch, Kroatisch und Ungarisch. Die Kultur ist jedoch eher vom ungarischen bzw. osteuropäischen Einfluss geprägt, als vom alpenländischen im Westen des Landes, was sich in den Traditionen, den landesüblichen Trachten oder der unterschiedlichen Küche widerspiegelt. Aufgrund von Überbevölkerung, einer hohen Arbeitslosigkeitsrate und mangels Industrien jeder Art, war die vorwiegend bäuerliche Bevölkerung gezwungen, in andere Teile Österreichs oder des benachbarten Auslands auszupendeln, was jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Daher erreichte die “Burgenland Auswanderung” in die USA, die eigentlich bereits um 1880 in die Agrargebiete South Dakotas, Iowas und Minnesotas begonnen hatte, in den 20er Jahren ihren Höhepunkt. Der Begründer der Burgenländer in Chicago war John Wenzel, der im Jahre 1900 als Erster eine Gruppe von 45 jungen Männern mit dem Schiff “Kaiser Wilhelm” nach Amerika brachte. Diese begründeten die - später auf 30.000 Burgenländer angewachsene - Kolonie in Chicago. In den späten 20er Jahren ließen sich John Wenzel Jr. und seine Frau Ida in Fuller Park nieder, wo zu dieser Zeit die meisten Burgenländer lebten. Ein weiterer Einwanderer ist John Glatz, der im Jahre 1910 nach Amerika kam. Er lernte das Schmiedehandwerk in seiner Heimat Loipersdorf. Nachdem er in einer Kohlenmine in St. Louis beschäftigt war, kam er als Arbeiter zur Eisenbahn nach Chicago. Sein Enkel Tom Glatz lebt nach wie vor in Chicago und betreut die “Burgenland Bunch - Ortsgruppe Chicago” . Er leistet somit seinen Beitrag zur “Burgenland Bunch”, die als Verein freiwilliger Mitarbeiter über das Internet betrieben wird. Die Burgenland Homepage bietet auch Links zu weiteren, nützlichen Websites, wie z.B. dem World- GenWeb (www.worldgenweb.org ) und den Roots-L (www.rootsweb.com) für die Aussendung von Mitteilungen und Archivmaterial. Das Leben der frühen burgenländischen Einwanderer war sehr hart. Für die meisten wurden die USA und insbesondere Chicago eine neue Heimat, obwohl es ihre Absicht gewesen war, nur einige Jahre hier zu bleiben, um ein halbwegs angenehmes Leben zu führen und Erspartes zu ihren Verwandten nach Österreich schicken zu können.
Website: www.burgenlaender.com