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Kulinarium
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Wien,
Österreichs Hauptstadt, ist berühmt für seine Geschichte, Architektur,
Kunst und Musik. Aber auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Das weiß
jeder, der einmal in einem der zahlreichen Wiener Kaffeehäuser ein Stück
Apfelstrudel oder Sachertorte genossen hat. Die lange Tradition der Wiener
Zuckerbäcker brachte Gerhard Kaes mit, als er in den 60er Jahren nach
Chicago kam.
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Als
Sohn und Enkelsohn von Bäckern lernte er das traditionelle Zuckerbäckerhandwerk
von Kindheit an. Nach seiner Meisterprüfung kam er nach Chicago, wo er
mit seiner polnisch- amerikanischen Frau Hedwig im Jahr 1966 den Vienna Pastry
Shop in 5411 W. Addison Street eröffnete. Seither produziert der mittlerweile
von Tochter Kate geführte Familienbetrieb Backwaren, Torten und Mehlspeisen
in traditionell europäischer Art. Auch die Chicago Tribune würdigte
den beliebten “luftigen, perfekt gesüßten Apfelstrudel”
des Vienna Pastry Shop. Eine andere österreichische Tradition ist der
Weinanbau. Schon die Kelten hatten an den geschützten Terrassen des Donautals
Wein angebaut. Heute produziert Österreich ungefähr 2,4 Millionen
Hektoliter Wein im Jahr. Mit dieser Tradition im Hintergrund begann Manfred
Bauer 1980 seinen Weinimporthandel in Franklin Park, Wein Bauer Inc., der
mittlerweile fast 200 Weine aus aller Welt vertritt. Die Geschichte der Kaffeehäuser
begann in Europa in der Mitte des 17. Jahrhunderts, als in Venedig das erste
Kaffeehaus eröffnet wurde. Die Kultur des Kaffeeröstens und Kaffeesiedens
ging von Konstantinopel, heute Istanbul, aus und eroberte Ende des 17. Jahrhunderts,
nach Ende der 2. Türkenbelagerung, auch Wien. Komfort und besonderer
Charakter des Kaffeehauses führten rasch zu dessen Verbreitung. Schon
in der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in den Grundzügen alles, was
heute zur Tradition gehört: man fand dort Zeitungen (wie sie auch Starbucks
weltweit anbietet), spielte Billard und Karten und das legendäre Glas
Wasser wurde damals wie heute zum Kaffee gereicht. Die Beliebtheit des Wiener
Kaffeehauses ist ungebrochen, heute findet man über 2000 Kaffeehäuser,
Espressi oder Café-Konditoreien in der Stadt. Thomas Meinl, aus einer
österreichischen Kaffee-Rösterfamilie stammend, brachte 2002 das
Wiener Kaffeehaus auch nach Chicago. Das erste Julius Meinl Café in
den USA wurde an der Ecke von Southport und Addison eröffnet. Besucher
können dort Wiener Atmosphäre und nach altem Rezept gerösteten
Kaffee genießen.
Websites: http://www.weinbauer.com/ http://www.meinl.com/southport/home.html |
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