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Dr.
Elisabeth Kübler-Ross, Psychiaterin
Pionierin der würdigen Betreuung eines Menschen am Lebensende |
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Die
Schweizer Psychiaterin Dr. Elisabeth Kübler-Ross wurde 1926 in Zürich
geboren und lebt heute in Scottsdale, AZ. Von 1965 bis 1970 arbeitete sie
als Assistenzprofessorin am Billings Hospital in Chicago. Während ihrer
dortigen Tätigkeit erkannte sie die Hilflosigkeit von Medizinern, Theologen,
Krankenschwestern und Sozialarbeitern gegenüber Menschen, welche den
Tod vor Augen hatten. Viele Ärzte sahen, in ihrem Glauben an die Möglichkeiten
der Medizin, den Tod lediglich als berufliches Versagen und versuchten, ihn
zu negieren. Kübler-Ross realisierte, dass Menschen am Lebensende nicht
nur medizinische Betreuung brauchten, sondern auch
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das
Gespräch über ihren letzten Schritt im Leben. Sie begann daher Interviews
mit unheilbar Kranken zu führen. Die Gespräche wurden in einen Hörsaal
übertragen und anschliessend mit den dort versammelten Teilnehmerinnen
und Teilnehmern diskutiert. Trotz der Kritik einiger Ärzte waren diese
Seminare ein Erfolg, weil sie ein Thema behandelten, das sowohl Studierende
als auch Berufstätige aus den Bereichen Seelsorge, Medizin und Krankenpflege
beschäftigte, normalerweise aber Tabu war.
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Von ihren Interviewpartnern lernte Kübler- Ross, dass es für unheilbar Kranke wichtig ist, dass man mit ihnen offen über ihre Situation spricht anstatt solche Gespräche zu meiden. Die Kranken litten vor allem unter der Distanz und mangelnden Offenheit von Ärzten und Familienmitgliedern, die es ihnen verunmöglichten, über ihre Gefühle zu sprechen sowie ehrlich und friedvoll mit ihrem Leben abzuschliessen. In ihrem Buch “Interviews mit Sterbenden”, das 1969 erschien, betont Kübler-Ross die Bedeutung des Gesprächs und der persönlichen Anteilnahme, welche unbedingt Teil einer würdigen Betreuung eines Menschen am Lebensende sein müssen. Aufgrund ihrer Veröffentlichungen über das Sterben, die nicht unumstritten sind, gilt Kübler-Ross als Pionierin der Thanatologie, des interdisziplinären Forschungsgebietes, das sich mit den Problemen des Sterbens und des Todes befasst. Die Ideen von Kübler-Ross prägten auch die Hospiz-Bewegung, deren Mitglieder sich auf der ganzen Welt um das physische und psychische Wohlbefinden von Menschen am Lebensende kümmern.
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