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Es
war wohl weniger ein Zufall, dass die große Mies-van-der-Rohe Ausstellung
(2002) im Chicagoer Museum of Contemporary Art (MCA) gezeigt wurde, dessen
Haupteingang am Mies-van-der-Rohe Weg liegt. Aber dass Chicago als Ausstellungsort
überhaupt gewählt wurde, zeigt eher die Bedeutung dieser Stadt für
den letzten Bauhaus-Direktor. Oder eher umgekehrt: Gemessen an dem, was Mies
auf seine Stahlskelette gebaut hat, hätte es wohl für eine größere
Straße reichen können. Immerhin befindet sich der Begründer
des International Style in guter Nachbarschaft. Goethe- und Schiller Straße
kann man von hier zu Fuß erreichen, und überhaupt befinden sich
die Namen weiterer Landsleute, die in Chicago ihre Spuren hinterlassen haben,
in einem Netz verbreitet über die Stadtteile. |
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In dieser Beziehung ist das deutsche Erbe in Chicago gut sichtbar erhalten
und auch in manchen Vororten noch sehr lebendig. Man braucht sich nur die
zahlreichen Denkmäler und Statuen berühmter deutscher Personen aus
Literatur, Musik, Wissenschaft und Politik anzuschauen: Goethe, Schiller und
Beethoven (Lincoln Park), Lessing (Washington Park), Fritz Reuter (Humboldt
Park), Theodor Thomas (Grant Park), Alexander von Humboldt (Humboldt Park),
den Bronze-Leuchter in der historischen Union Station und das Denkmal für
die Märtyrer von Haymarket (im deutschen Teil des Waldheim Friedhofs
in Forest Park, Illinois). Das gilt in gewisser Hinsicht auch für die
vielen Schulen, die noch deutsche Namen tragen, wenngleich nur noch wenige
von ihnen heute Deutschunterricht |
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