Die Käserei Valley Queen
Drei Generationen in einem schweizerischamerikanischen Unternehmen in Milbank, Süd-Dakota. Zahlreiche Schweizer, die im 19. und 20. Jahrhundert nach Nordamerika auswanderten, benutzten ihre Kenntnisse aus der Milchwirtschaft und Käseherstellung dazu, um sich in den USA eine Existenz aufzubauen. Dazu gehörten auch Alfred Gonzenbach und Alfred Nef, die 1929 in Milbank, Süd- Dakota, die Käserei Valley Queen eröffneten. Dies war der Beginn einer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit der Milchzulieferung wurde die Käserei Valley Queen zu einer wichtigen Arbeitgeberin in der Region und zu einer Pionierin in der
Industrialisierung von Milchverarbeitung und Käseproduktion. Wie ihre Väter engagierten sich auch Max Gonzenbach und Rudy Nef für den Fortschritt und Fortbestand der Käseindustrie. Sie modernisierten den Betrieb und setzten neue Geschäftsideen in die Tat um. 1964 installierten sie grosse Kessel und Abtropftische, um mit einem einzigen Rührwerk 23 000 Kilogramm Milch pro Tag verarbeiten zu können, und bereits 1971 experimentierten sie mit der Automatisierung der Käseherstellung. Um der Abwanderung der Milchbauern des Mittleren Westens nach Kalifornien zu begegnen, wurde 2001 das Midwest Dairy Institute (MDI) gegründet. In diesem modernen Ausbildungszentrum werden künftige Milchbauern der Region ausgebildet und mit den neusten Technologien vertraut gemacht. 2003 erhielten Max Gonzenbach und Rudy Nef als Anerkennung für ihre langjährigen Leistungen in der Entwicklung und Förderung der amerikanischen Käseindustrie den Laureate Award des National Cheese Institute.
Heute wird die Käserei Valley Queen in dritter Generation von den Familien Gonzenbach und Nef geführt und produziert jährlich 23 Mio. Kilogramm Käse. Der Betrieb und das MDI können nach telefonischer Voranmeldung (605) 432-9000 besichtigt werden.